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Aktionswoche „Bildung ein Zuhause geben“

Mit der Aktionswoche „Bildung ein Zuhause geben“ wirbt Masifunde um Unterstützung für 
den Bau eines Bildungszentrums für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Port Elizabeth, 
Südafrika. Das Bildungszentrum soll die prekäre Lage der Kinder und Jugendlichen aus 
Walmer Township, einem Armenviertel in Port Elizabeth, nachhaltig verbessern. 
Weitere Informationen auf www.masifunde.de.
noch ausstehende Veranstaltungen: 29.10. Info-Stand am Marktplatz

 Bericht des Bergsträßer Anzeigers von den Veranstaltungen am 23.10.11:

„Bensheim. „Bildung gegen Armut“ lautet das Motto des Vereins Masifunde. Ziel ist es, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Township der südafrikanischen Stadt Port Elizabeth dabei behilflich zu sein, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Vor acht Jahren wurde der Verein vom gebürtigen Bensheimer Jonas Schumacher gegründet. In den vergangenen Jahren initiierten die Aktiven vor Ort verschiedene Projekte. Jetzt wollen sie mit der Errichtung eines Bildungszentrums den bereits vorhandenen Bausteinen weitere wichtige hinzufügen.

Für Kinder im Township

Mit dem Betrieb eines Kindergartens und der Hausaufgabenbetreuung konnte der Verein nachhaltige Akzente im Township setzen. Mit dem Bau eines Bildungszentrums hat sich der Verein ein neues, ambitioniertes Ziel gesetzt. „Mit dem ersten Spatenstich ist bereits vor einigen Wochen der Startschuss für die konkrete Umsetzung gefallen“, berichtete Laura Köhler-Drayss. Sie ist Mitglied im Verein und hat sich vor Ort ein Bild von der Bedeutung der Bildungsprojekte für die Kinder und Jugendlichen machen können.

Am vergangenen Sonntag, dem Weltmissionssonntag, informierte sie während des Gottesdienstes in der Stadtkirche Sankt Georg und anschließend an einem Informationsstand im Pfarrzentrum über die Arbeit des Vereins und über das neue Projekt.

Neben dem Verein Masifunde war an diesem Sonntag auch der Eine-Welt-Laden mit Doris Kellermann aktiv. Er hatte für die Besucher des Gottesdienstes ein reichhaltiges Büffet mit afrikanischen Köstlichkeiten vorbereitet. Anstatt feste Preise für das Essen vorzugeben, wurde um Spenden gebeten. Der Erlös fließt in den Bau des Bildungszentrums, das bereits einen Namen hat: Das Wort „Lavel’ilanga“ ist dem Isixhosa, einer von elf Landessprachen, entnommen und bedeutet übersetzt so viel wie „Sonnenaufgang“.

Mit dem neuen Projekt schafft Masifunde die nötigen räumlichen Kapazitäten, um „der Bildung ein Zuhause“ zu geben. Es soll zugleich Talentschmiede, Lernzentrum und Treffpunkt der Township-Bewohner am Rande von Port Elizabeth werden. Laura Köhler-Drayss erläuterte die sozialen Verhältnisse der Menschen am Kap der guten Hoffnung. Sie berichtete von den zwei Gesichtern der südafrikanischen Großstadt.

Auf der einen Seite die repräsentative Metropole mit ihrem vergleichsweise reichen Zentrum, auf der anderen Seite die Armenviertel am Stadtrand. Kindern und Jugendlichen, die hier leben, fehlt es am Notwendigsten, um sich gut entwickeln zu können und um eine Lebensperspektive aufzubauen. Masifunde will mit den Projekten dazu beitragen, dass sie aus dem Kreislauf der Armut aussteigen können.

Die meisten Familien im Walmer-Township leben in kleinen, engen Blechhütten ohne Elektrizität. Ähnlich miserabel ist die Situation in den Schulen. Überfüllte Klassenzimmer und eine schlechte Ausstattung sind an der Tagesordnung. Es gebe zudem keine öffentlichen Treffpunkte und Spielplätze, so dass Straßen und Kneipen zu gefährlichen Anlaufstellen würden.

Masifunde startete vor acht Jahren mit einem ersten Bildungs-Projekt in einem Gemeindezentrum. Später kamen weitere Elemente in der Erziehungsarbeit hinzu. Damit will der Verein dazu beitragen, dass der jungen Generation notwendige Kompetenzen für eine eigenverantwortliche Lebensführung vermittelt werden.

In dem Bildungszentrum sollen die bereits vorhandenen Aktivitäten ein Dach über dem Kopf erhalten und weiter ausgebaut werden können. Darüber hinaus ist eine Bibliothek geplant, die Raum für konzentriertes Lesen und Lernen bietet. Ein Computerzentrum soll die Kids an die digitale Welt anbinden.“ moni

Bergsträßer Anzeiger
25. Oktober 2011

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Bildungsförderung in Südafrika

Beim Treffen des Nord-Süd-Forum am Dienstag, 28.4.2009, berichteten zwei Mitglieder des Vereins „Masifunde Bildungsförderung“ über dessen entwicklungspolitische Arbeit.

Der Verein wurde von Studenten und jungen Berufstätigen 2005 gegründet und hat seinen Sitz in Bensheim. Sie haben längere Zeit in Südafrika verbracht und dort das Leben in den Townships näher kennen gelernt. Inzwischen arbeitet ein Netzwerk von über 45 aktiven SchülerInnen, Studierenden und jungen Berufstätigen für Masifunde. Die Mitarbeiter arbeiten rein ehrenamtlich und sind deutschlandweit verteilt. Die Vereinsmittel ermöglichen Kindern in benachteiligten Wohngebieten in Südafrika den Zugang zu schulischer Bildung, individueller Hausaufgabenbetreuung und lebenspraktischer außerschulischer Bildung. Masifunde ist ein Beispiel für das solidarische Engagement jüngerer Menschen, die nicht auf die große Weltverbesserung warten wollen, sondern schon jetzt das tun, was die Armut in der Welt verringern kann. Für diese Arbeit der internationalen Versöhnung wurde der Verein im Jahr 2008 mit dem Marion-Dönhoff-Förderpreis ausgezeichnet.