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Schul- und Familienalltag in Nicaragua

Jessica Eckhardt berichtete über ihren einjährigen Einsatz als Freiwillige des Programms „Weltwärts“. Sie war in einer Montessori-Schule in Nueva Guinea, einer Kleinstadt, als Lehrkraft für Englisch und Naturwissenschaften tätig. An einem Tag in der Woche arbeitete sie auf einer ökologisch wirtschaftenden Finca mit.
Die Schule wurde von Schülern aus allen Schichten besucht, häufig kamen auch junge Mütter. Das Bildungsniveau war nicht hoch, die Methoden veraltet, die meisten waren aber lernwillig. Selbst am Abend und an Wochenenden wird für einen Schulabschluss gelernt. Nach der Schule studieren fast alle und arbeiten gleichzeitig. Es gibt jedoch nur wenige Arbeitsplätze für Akademiker. Lehrer verdienen umgerechnet etwa 150 Euro im Monat, deshalb haben sie noch Nebenjobs.
Das Interesse an Politik ist sehr gering. Über die Sandinisten ist man enttäuscht. Auch für die Kommunalwahl wurde nicht mit politischen Programmen, sondern nur Gesichtern geworben. Die meisten Menschen sind sehr religiös. Auffällig war, dass es in der kleinen Stadt 14 verschiedene Kirchen mit unterschiedlich strengen moralischen Ansichten und Kleidungsvorschriften gibt.
An den Vortrag schloss sich eine mehr als einstündige Fragerunde an.

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