Archive for September 2014

Studie zu Menschenrechtsklagen gegen Unternehmen

Deutsche Unternehmen sind immer wieder direkt und indirekt an Menschenrechtsverletzungen im globalen Süden beteiligt.

Zur Verantwortung aber werden sie so gut wie nie gezogen, das belegt die Studie „Unternehmen zur Verantwortung ziehen“.

Auf Anregung namhafter Menschenrechtsorganisationen aus dem globalen Süden unterstützen seit 2009 MISEREOR, Brot für die Welt und ECCHR in einem gemeinsamen Projekt lokale Akteure in ihren Bemühungen, gegen transnationale Unternehmen vorzugehen, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind oder von ihnen profitieren. Rund 50 umfangreiche Einzelfälle von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen aus der ganzen Welt wurden dokumentiert. Ausgehend von diesen Fällen werden die praktischen und rechtlichen Hürden bei der Haftbarmachung transnationaler Unternehmen erläutert und hieraus politische Forderungen abgeleitet.

Die Studie kann als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

>> Studie „Unternehmen zur Verantwortung ziehen“ (PDF)

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Sonnenenergie soll Energieprobleme lindern

Der Energiehunger ist in Indien gewaltig und wächst ständig. 2008 wurden den Kraftwerken an heißen Sommertagen 2000 Megawatt Leistung abgefordert. 2013 sind es 5.600 MW. Bislang produziert Indien zwei Drittel seines Stroms mit Kohle, AKW decken 2 Prozent des Strombedarfs. Wichtiger sind Wasserkraftwerke. Übers Jahr gesehen liefern sie 17 %. Die Lücken sollen durch Sonnenenergie geschlossen werden (bisher 1 %). Die Anschaffungskosten einer Solaranlage subventioniert der Staat zu fast 50 %. Indien will bis 2022 „Solar Super Power“ werden. Die Gesamtleistung aller Solarkraftwerke soll sich bis dahin verzehnfachen und 22 Gigawatt betragen, das wären dann 7 % des Stromverbrauchs. Der Solarstrom soll zu gleichen teilen mit Photovoltaik und solarthermischen Anlagen gewonnen werden.


Probleme, an denen gearbeitet wird, sind: Landverbrauch und Staub. Experimentiert wird mit schwimmenden Solaranlagen.
Statt Batterien oder geschmolzenem Salz soll massiver Stahl als neuartiges Speichersystem eingesetzt werden. Konzentriertes Sonnenlicht fällt in ein Loch und heizt den Stahl auf 500 Grad auf. Rund um den Stahlkern verläuft ein Rohr mit Wasser, das in Dampf verwandelt wird. Die Speicherdauer beträgt mehr als 24 Stunden. Die Betriebsdauer 25 Jahre.

Auf dem Land sollen kleine, unabhängige Stromnetze, die mehrere Solarmodule und Verbraucher verbinden, aufgebaut werden.

(Karl Kerschgens referierte aus einem Beitrag des Deutschlandfunks vom 14.09.2014. Die Sendung kann unter folgendem Link gehört werden: Energie – Indiens Weg ins Solarzeitalter )