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Export von Second-Hand-Kleidung

Jährlich werden 1,5 Mrd. Textilien in deutschen Haushalten aussortiert. 750 000 t kamen 2011 in die Kleidersammlungen. Das Meiste wird exportiert nach Osteuropa, in den Nahen und Mittleren Osten und nach Afrika. Die Nachfrage ist groß.
In den 1990er Jahren entstand die Auffassung, der Altkleider-Handel zerstöre die Textilmärkte in Afrika (Südwind-Studie von 1994). Die Dachorganisation FairWertung widerlegt diese Annahme. Die schwache Textilindustrie in einigen afrikanischen Ländern sei durch den Wegfall staatlicher Subventionen, fehlender Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit asiatischen Ländern zugrunde gegangen. Die arme Bevölkerung ist auf billige Gebrauchtkleidung angewiesen. Der Altkleidermarkt verdrängt nicht die lokal gefertigte Neukleidung. Viele Menschen verdienen am Handel mit Altkleidern.
FairWertung hat von 2003-2005 ein zweijähriges Dialog-Programm „Gebraucht-Kleidung in Afrika“ veranstaltet und hat Standards für faires und verantwortliches Sammeln und Verwerten von Gebraucht-Kleidung entwickelt. Organisationen, die sich daran halten, dürfen unter dem Namen und Zeichen von FairWertung werben. Die Standorte der Sammelcontainer können im Internet abgefragt werden.
Interessante Homepage: www.fairwertung.de.

Dort kann man nach einem standortnahen fairen Kleiderverwerter fragen.

In Bensheim nimmt die   Ev. Michaelsgemeinde    Darmstädter Str. 25    die Kleidung an und leitet sie an die Nieder-Ramstädter Diakonie weiter. Diese arbeitet mit Fairwertung zusammen.

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