Archive for August 2011

Hungerkatastrophe in Ostafrika

Meist wird die Hungerkatastrophe in Ostafrika als Folge von langjähriger Dürre und Versagen der Regierungen oder Potentaten in den betroffenen Ländern dargestellt. Wichtige Ursachen werden oft vergessen bzw. sind in der Öffentlichkeit nicht präsent.
Dazu gehören der Landverkauf an auswärtige Investoren, fehlende angepasste Landwirtschaft, die Verknappung von Nahrungsmitteln durch deren Einsatz als Viehfutter oder durch Produktion von Agrosprit, das Wegwerfen von Produkten (deutsche Haushalte im Durchschnitt 10 Prozent), durch Börsenhandel.
Als Nothilfe wird um Spenden geworben, der Anteil der Industrieländer an den Hungersnöten wird kaum erwähnt.
Deshalb werden auch die möglichen längerfristigen Gegenmaßnahmen nicht erwähnt:
Sorgsame Vorratshaltung, saisonal-regional-ökologisch einkaufen in kleinen Geschäften, keine Gentechnik, weniger Fleisch, fairer Handel, Fisch mit MSC-Siegel, kein Agrosprit, Projekte der nachhaltigen Landnutzung mit Spenden oder Krediten unterstützen.

 

vgl. dazu Rechte statt Mitleid für Ostafrika – Afrikanische und europäische Schriftsteller für solidarisches Handeln und strukturelle Veränderungen

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