Archive for Oktober 2009

Arbeit für Straßenkinder in Kolumbien

Auf der ganzen Welt arbeiten trotz Verbot Kinder und Jugendliche für Geld. In den Industrieländern arbeiten sie eher für Kultur- und Luxusbedürfnisse, in der Dritten Welt geht es meist um ihr Überleben und das Überleben der Familien.
Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten weltweit rund 211 Millionen Kinder unter 15 Jahren.
In Kolumbien, wo nach Schätzungen der ILO 2 Millionen Kinder aushäusig leben, wird Kindern durch die Fundación Creciendo Unidos, Bogotá die Möglichkeit geboten, trotz ihrer Arbeit und obwohl sie kein Geld für Schuluniform und Arbeitsmittel (Hefte, Stifte) haben, zur Schule zu gehen und sich für Lehrberufe zu qualifizieren. So gelingt es, Kindern, die erst mit neun oder zehn Jahren erstmals unterrichtet werden, einen Grundschulabschluss zu vermitteln, der auch staatlich anerkannt ist.
Über diese Arbeit berichteten am 8.10.2009 Reinel García, der Direktor der Stiftung, und H. Jochen Schüller von „Brot für die Welt“ in einer Veranstaltung des Hauses am Maiberg, Heppenheim und des Nord-Süd-Forums Bensheim.
Noch schlimmer als Kindern, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen, geht es den Kindern, die ohne jede familiäre Bindung auf der Straße leben. Immer wieder werden Straßenkinder von paramilitärischen Gruppen ermordet, die so „Ordnung“ herstellen wollen. Aber manche werden sogar von der regulären Armee in die aufständischen Gebiete geschafft, um sie dort zu töten und dann als besiegte Guerillakämpfer vorweisen zu können.
Die arbeitenden Kinder haben sich inzwischen international organisiert, um zu erreichen, dass nicht sie dafür bestraft werden, dass sie unter oft menschenrechtsunwürdigen Verhältnissen arbeiten müssen, sondern ihre Ausbeuter.
Eine deutschspachige Internetseite ihrer Organisation findet sich unter pronats.de.
Die spanischsprachige Internetseite von Creciendo Unidos hier.

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