Demonstration „Seebrücke“ am Samstag, 20.10.18

Das Nord-Süd-Forum ruft mit anderen Organisationen zur Teilnahme an der
Demonstration „Seebrücke“ am Samstag, 20.10.18 um 11 Uhr auf.
Gilt in der EU noch das Recht auf Leben? Die EU-Regierungen haben es mit
teilweiser Zustimmung oder Schweigen der Bürger*innen geschafft, dass
Geflüchtete nicht mehr aus Seenot gerettet werden dürfen oder können.
Das ist die Bankrotterkärung einer EU, die sich auf Menschenrechte beruft.
Wir wollen uns bemerkbar machen, dass wir ein anderes Europa wollen.
Deshalb diese Einladung für den 20.10. um 11 Uhr vor der Sparkasse in Bensheim.

Seebrücke Aufruf

https://seebruecke.org/

Advertisements

Hessischer Tag der Nachhaltigkeit am 6. September

Linsen – eine Delikatesse auf dem Speiseplan

Das Nord-Süd-Forum Bensheim informiert zum hohen Wert von Hülsenfrüchten.

Wie kann die Ernährung von mehr als 7 Milliarden Menschen sichergestellt werden? Nur über einen hohen Anteil an pflanzlicher anstelle von tierischer Nahrung. Linsen und andere Hülsenfrüchte sind eine ideale Bereicherung des Speiseplans in Nord und Süd. Anhand von Beispielen zeigen wir, wie sättigend und gesund sie aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Stärkegehalts sind und wie lecker zugleich. Wir zeigen einen Film, geben Anregungen durch Kochrezepte und weisen auf eine Genossenschaft hin, die in Bolivien erfolgreich Bohnen anbaut. Berichte über eigene Erfahrungen sind erwünscht. Vortrag von Karl Kerschgens

Aber auch Linsen müssen gekocht werden. Wichtig ist nicht nur, was im Topf ist, auch auf das Feuer unter dem Topf kommt es an. Denn leider sieht die Realität in den meisten Küchen Afrikas verqualmt aus: Schwere Schäden für Augen und Lungen sind bisher beim Kochen mit Holz und Holzkohle leider für unzählige Menschen täglich traurige Wirklichkeit

Darum kochen wir gemeinsam eine Linsensuppe auf dem neu entwickelten Mimi-Moto-Kocher, den Inyenyeri in Rwanda zum Einsatz bringt.

Die in Rwanda ansässige Firma Inyenyeri hat ein Konzept ausgearbeitet, durch das auch die ärmsten Familien Zugang zu dieser neuen Technologie finden, die auch beim Kochen saubere Raumluft in Wohn- und Hof-Räumen ermöglicht.

Einen wesentlichen Beitrag zum Kapitalbedarf der Firma Inyenyeri hat OIKOCREDIT mit einer ersten Wandelanleihe in Höhe von 1 Million Euro geleistet. Eine Beteiligung an der Firma ist geplant.

Michael Bergmann wird diese nachhaltige Koch-Technologie vorstellen und auf den großen Gewinn für die Umwelt und die Menschen in Rwanda hinweisen.

Bensheim, 6. September, Café Klostergarten, Klostergasse 5 a, 19:30

Müllkippe Meer – Sterben unsere Ozeane?

Do. 14.06.2018, 19:30 Uhr – 21:30 Uhr
Franziskushaus/Mehrgenerationenhaus, Klostergasse 5 a, Bensheim <https://www.google.de/maps?q=Klostergasse%205%20a,64625%20Bensheim>

Seit Menschengedenken wird das Meer für die Müllentsorgung missbraucht, doch ein Bewusstsein, dass die Meere nicht als Müllkippe für den Abfall der Menschheit dienen können, hat sich leider erst in den letzten ca. 50 Jahren sehr zögerlich entwickelt.
Trotz vieler nationaler und überstaatlicher Regelungen ist es nicht gelungen die Meeresverschmutzung einzudämmen, wie dies notwendig wäre, um letztendlich das Leben auf der Erde nicht weiter zu gefährden. Allgegenwärtig ist die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll. Mehr als 80 % des Gesamtmülls in den Ozeanen besteht aus diesem Material.
Jedes Jahr werden 8 – 10 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane eingetragen. Die Gesamtmenge dieses Stoffes in allen Weltmeeren beträgt ungefähr 160 – 200 Mio.t. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei dem Mikroplastik zu, dessen schädliche Wirkung bis heute nicht abschließend erforscht ist. Es wird wird auch auf andere Giftstoffe eingegangen, deren Problematiken weitgehend unbekannt sind und unsere Meere nachhaltig schädigen. Dazu zählen u.a. Quecksilber, Öl, radioaktive Stoffe sowie Überdüngung der Meere durch Nährstoffzufuhr in Abwässern.

Was muss getan werden, um die katastrophale Entwicklung umzukehren.

Filmausschnitte illustrieren die Informationen, die Ulrich Grom vorbereitet hat.

*Veranstaltungsort: *Klostercafé im Franziskushaus

Wie wollen wir leben?

Im Treffen des Forums am 18.1.2018 gab Walter Tydecks gab einen Einblick in eine Studie, die die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (FEST), ein interdisziplinäres Forschungsinstitut, seit 1958 mit Sitz in Heidelberg, im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt hatte. Die Messung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Kenngröße des Bruttoinlandsprodukts (BIP) berücksichtigt eine Vielzahl von Aktivitäten und Veränderungen in unserer Gesellschaft nicht. Deshalb ist das BIP nicht besonders aussagekräftig, um die Wohlstandsentwicklung eines Landes abzubilden. Beispielsweise wirken sich Unfälle und Erkrankungen positiv auf das BIP aus.

Daher hat die Forschungsstätte auf neue Wohlfahrtsindices hingewiesen: NWI/RWI 

Dieter Hampel wies auf den völlig anderen Ansatz der Wohlstandsmessung in Bhutan hin. Der wurde auf der Jahresversammlung der GLS Bank in Bochum (2017) von Ha Vinh Tro in einem Vortrag über „Die inneren und äußeren Bedingungen des Glücks“ vorgestellt.

Bhutan ist nicht das Land mit den glücklichsten Menschen auf der Welt. Aber es ist das einzige Land der Welt, wo das staatliche Ziel der Erhöhung des Bruttonationalproduktes durch das Ziel Bruttonationalglück ersetzt worden ist. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob der Begriff Bruttonationalglück nicht besser durch Bruttosozialglück ersetzt werden sollte.

Ha Vinh Tro ist Leiter des Bruttonationalglück-Forschungszentrums in Bhutan. Er erklärt, warum sich die Gesellschaft von Bhutan dieses Ziel gesetzt hat und was dies in der Praxis bedeutet: ein einfühlsamer, spannender und überzeugender Vortrag.

Ernährungsräte zur Förderung einer alternativen Landwirtschaft

„Unser derzeitiges Ernährungssystem führt uns in die Sackgasse, denn es schadet Mensch, Tier und Umwelt. Tierfabriken, patentiertes Saatgut, Monokulturen, und Land Grabbing sind charakteristische Beispiele für eine fehlgeleitete industrialisierte Landwirtschaft und eine an den Interessen großer Konzerne ausgerichtete globale Agrarpolitik. Gleichzeitig geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Globale Gerechtigkeit: Fehlanzeige!

Die Förderung eines alternativen Landwirtschaftsmodells weltweit bedeutet, dass wir in Deutschland auf regionaler Ebene zukunftsfähige Ernährungsstrategien entwickeln müssen – denn über das Ernährungssystem sind wir mit anderen Teilen der Erde verbunden. Gerade in unseren Städten und Kommunen sind die komplexen Zusammenhänge überschaubarer und die Einflussmöglichkeiten größer, um die Nahrungsmittelversorgung sozial gerecht und ökologisch nachhaltig zu gestalten. In vielen Regionen wird das Thema Ernährung jedoch nicht umfassend genug von Politik und Verwaltung angegangen. Ernährungsräte haben Potenzial, diese Lücke zu schließen.“

(Ernährungsräte inkota.de)

Sieh auch:

http://ernaehrungsraete.de/

ernährungsrat-frankfurt.de

Neubelebung der Seidenstraße zwischen China und Europa

Walter Tydecks stellt die historischen Anfänge der Seidenstraße zwischen China und Europa vor. Die chinesische Regierung greift die Idee der alten Seidenstraße für eine neue Strategie auf und baut schon seit einigen Jahren ökonomische Stützpunkte zu Land, Wasser und Luft auf. Am 12./13.5. 2017 hatte sie zu einem Kongress zur Neubelebung der Seidenstraße eingeladen, an dem über 100 Staaten teilnahmen. Außerdem wurden von Walter Aspekte philosophischer Grundlagen für diese neue Politik angerissen.

Infrastrukturprojekte im Rahmen der Neubelebung der Seidenstraße

Karte zur Seidenstraßeninititive (Mercator Institute for China Studies (MERICS)

Video zur neuen Seidenstraße

„Doch wer glaubt, das Seidenstraßenprojekt drehe sich nur um neue Handelswege, unterschätzt die Dimension, in der Pekings Führer denken. Die Länder entlang der Route in Asien und Ost- sowie Mitteleuropa sollen mit Pekings Hilfe ihre Wirtschaft auf Vordermann bringen und dafür Dankbarkeit zollen. Dass China bei den vielen geplanten Infrastrukturprojekten mit Ländern wie Kasachstan oder Burma die Aufträge seinen Staatsunternehmen zuzuschanzen versucht, wird weniger laut verkündet. Genauso wenig wie das diplomatische Kalkül, das Beobachter hinter Chinas Charme-Offensive vermuten: Wolle das Land tatsächlich irgendwann Amerika die Hegemonialrolle streitig machen, müsse es mehr Freunde gewinnen in der Welt. “ (Chinas neue Seidenstraße FAZ 27.12.2016)

Link zum Vortag von Walter Tydecks

Stichworte zur Diskussion am 26.6.17

Hafen von Piräus

„Im Zuge der griechischen Finanzkrise wurde die Hälfte des Containerhafens ab Oktober 2009 von PPA an das chinesische Staatsunternehmen China Ocean Shipping (Group) Company (kurz: COSCO) für die Dauer von 35 Jahren verpachtet. Eine anfängliche Investition von 500 Millionen Euro floss der griechischen Staatskasse nach Vertragsunterzeichnung zu. Die Chinesen zahlen für die Nutzung der Hafenanlage jährlich eine Gebühr von ca. 100 Millionen Euro.[11][12] Das Terminal II der Piraeus Container Terminal PCT S.A. (Tochterunternehmen von COSCO) befindet sich in direkter Nähe zum staatlichen PPA-Terminal I. Der chinesische Betreiber stand in der Kritik, da er nach Aussagen von Gewerkschaftern der staatlichen griechischen Hafengesellschaft PPA Kürzungen bei Gehältern und Sozialleistungen vorgenommen, Gewerkschafter ausgeschlossen und dadurch den Leistungsdruck stark erhöht haben soll.[13]“ (Seite „Hafen von Piräus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. März 2017, 16:30 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hafen_von_Pir%C3%A4us&oldid=163742790 (Abgerufen: 27. Juni 2017, 06:35 UTC)

HNA Group

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/china-handel-investition-entwicklungshilfe

(Hier wird auch auf die Position der NGOs eingegangen.)

Peter Frankopan „Licht aus dem Osten„, 2015

Zu betrachten wären darüber hinaus:

das chinesische Verständnis von internationaler Politik

die Auswirkungen der wirtschaftlichen Initiativen im Rahmen der neuen Seidenstraße auf Menschenrechtspolitik und Umweltschutz

Kritischer Kommentar von Arno Widmann: „Eine neue Seidenstraße wird es nicht geben, allenfalls wenige schnelle Verbindungen zu Chinas Absatzmärkten.“ FR 17.5.17

Internationale Pressestimmen zur Neuen Seidenstraße:

http://www.eurotopics.net/de/190066/was-bedeutet-die-neue-seidenstrasse-fuer-europa (November/Dezember 2017)

sieh auch:

Chinas langer Weg nach Westen, FAZ 25.5.2018

Stopp CETA/TTIP


In sieben Städten finden am Samstag, 17.9. Demonstrationen statt.

In Frankfurt um 12 Uhr auf dem Opernplatz vor der alten Oper, die Demonstranten starten vermutlich vom Basler Platz neben dem Hbf.

Wer an einer Gruppenfahrt mit der DB von Bensheim nach Frankfurt teilnehmen will, soll sich um 10:45 Uhr am Bahnhof einfinden, um 5er Gruppen zu bilden.